PfarreienGemeinschaft Neuburg St. Peter und Heilig Geist

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Kaplan Dominik Leutgäb bei seiner Fastenpredigt am 1. Fastensonntag in der Hofkirche
Kaplan Dominik Leutgäb bei seiner Fastenpredigt am 1. Fastensonntag in der Hofkirche

(Christine Jann) Nach der Absage im letzten Jahr kann die sonntägliche Vesper mit Fastenpredigt dieses Jahr wieder stattfinden. Eine sehr gut besuchte Hofkirche zeigte am 1. Fastensonntag, wie gerne das Angebot angenommen wird.

Ein wenig anders ist es dieses Jahr, die Predigten sind kürzer und nehmen nicht einen so großen Raum ein. Sie sollen ein Impuls sein, sich selbst in der Fastenzeit auf den Weg, einen geistlichen Weg zu machen. Dazu lädt Pfarrer Herbert Kohler gleich zu Beginn der Vesper ein.

Inspiriert vom Sonnengesang des Hl. Franz von Assisi sollen die vier Element Luft, Erde, Wasser und Feuer in den nächsten Wochen zum Thema werden.

Unter der Überschrift „Atem des Lebens – uns eingehaucht“ gab Kaplan Dominik Leutgäb einen Einblick in die Bedeutung des Atems – ganz allgemein und insbesondere in der Bibel.

Man möchte zwar meinen, Atmen könne doch jeder, aber in Wahrheit hätten die meisten das richtige Atmen längst verlernt. Aus eigener Erfahrung von Gesangs- und Musikunterricht könne er aber sagen, wie mühsam es ist, Fehlformen der Atmung wieder zu korrigieren.

Dabei sei der Atem so wichtig, betonte der stimmgewaltige Kaplan. Die Bibel setze den Atem oft sogar mit dem Leben gleich. An drei Bibelstellen erläuterte Dominik Leutgäb das beispielhaft:

Die erste Stelle entnahm er der Schöpfungsgeschichte im Buch Genesis: „der Geist Gottes schwebte über dem Wasser“. Im Hebräischen bedeute der Begriff „Geist“ auch „Hauch“ oder „bewegte Luft“. Gemeint sei damit der Atem Gottes: Der Atem Gottes formte die Welt und den Menschen. So sei unser Leben ein Geschenk des Atem Gottes, erinnerte der Kaplan.

Als zweites Beispiel nannte er die Kreuzesszene im Neuen Testament: „Jesus schrie mit lauter Stimme, dann hauchte er den Geist aus“. Angesichts einer Menschheit, die dieses Geschenk des Lebens oft so foltere und zerstöre, könne man das deuten als letzten Aufschrei und dass es nur noch bleibe, dieses Geschenk zurück zu geben.

Wenn im dritten Beispiel Jesus als der Auferstandene zu den verängstigten und atemlosen Jüngern komme, sie anhauche und sage „Empfangt den Hl. Geist“ sei das wie eine Neuschöpfung. Der auferstandene Christus schenke damit neuen Atem, einen Atem, der auch zu neuem Leben befähige.

Kaplan Leutgäb regte an, die Fastenzeit zu nutzen, einmal die Luft anzuhalten, inne zu halten und zu prüfen, ob der Atem, das eigene Leben noch richtig fließe, ob man es schaffe, diesen von Christus neu eingehauchten Atem aufzunehmen.

Wie schon in den vergangenen Jahren übernahm Andreas Strahl mit einigen Mitsängern  - und diesmal auch Mitsängerinnen - die musikalische Gestaltung. Die sehr schönen Scholagesänge sorgten für eine meditative Stimmung der Vesper und luden so ebenfalls dazu ein, die Sinne und den Geist zu öffnen.

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