Voller Zuversicht dem Leben begegnen
(Christine Jann) Am Fronleichnamsfest freute sich Pfarrer Herbert Kohler in der vollen Hofkirche viele Gläubige und auch wieder einige Vertreter der Politik, der Orden und Vereine begrüßen zu können.
Er war gerade erst von der Reise der PG noch Rumänien, genauer gesagt Siebenbürgen zurückgekehrt. So beschrieb er in seiner Ansprache auch gleich die namensgebenden Kirchenburgen dieser Gegend, in die sich die Bevölkerung bei Angriffen zum Schutz zurückzog. Wollte das aber eben gerade nicht als Modell für den Glauben verstanden haben: bei allen Anfeindungen und Angriffen auf den Glauben dürften sich die Gläubigen nicht hinter Mauern verschanzen. Daher sei dieses Fest so wichtig, an dem man das Bekenntnis zu Jesus Christus ganz unaufgeregt durch die Straßen tragen könne.
Der Neuburger Stadtpfarrer wollte dabei nochmal festhalten, dass wir als Christen einen großen Schatz haben, den es zu schützen gilt, an dem aber alle teilhaben dürften: „Wir haben einen Gott, der sich ganz klein macht, der sich in unsere Hand legt, weil er in uns sein will und uns so zu einem großen Leib vereint.“ Es sei ein Gott, der sich mit uns verbinden will und so in und durch uns wirken wolle. Mit seiner Präsenz ermutige dieser Gott: „Geht voller Zuversicht in das Leben, geht voller Zuversicht in die Zukunft und aufeinander zu!“
Nach dem Festgottesdienst, den der Kirchenchor musikalisch gestaltete, ging es zur traditionellen Prozession durch die Stadt. Begleitet wurde sie nicht nur von mehr als 300 Gläubigen, auch die Stadtkapelle und der Kirchenchor unterstützen den Gesang.
An der ersten Station am Karlsplatz gedachte Kohler der neu gewählten Stadtoberen, erinnerte die Anwesenden aber auch daran, dass es auch bürgerliches Engagement brauche und nicht nur das Kreuz bei der Wahl. Der stv. Bürgermeister Hans Habermeyer trug dazu die Fürbitten vor. Am Stadttheater wartete der zweiter Altar. Hier stellte der Verschönerungsverein seine Arbeit vor und sprach die Fürbitten, bevor der Weg den Stadtberg hinunter in die untere Stadt führte. Am dritten Altar betonte Pfarrer Kohler wie wichtig die Gemeinschaft und das Miteinander für den Glauben sei. Passen dazu trugen Mitglieder der „Gemeinschaft christlichen Lebens“ (GCL) ein Bekenntnis für ein Leben mit Hoffnung und Zuversicht vor. Den Schlusspunkt setzte Stadtpfarrer Kohler vor der Hl. Geist Kirche selbst. Er knüpfte nochmal an seine Ansprache an und erinnerte an einige der zahlreichen Aktivitäten, die gerade auch im Rahmen der 300 Jahrfeier der Pfarrkirche stattfänden, sowie an das Projekt der Pastoralentwicklung. Auch hier ginge es darum, Menschen auf dem Weg des Glaubens mitzunehmen.
Am Ende dankte er allen für´s Mitgehen und lud die Kinder auf ein Eis, die Mitwirkenden zum traditionellen Weißwurstfrühstück ein.
(Bilder: Christine Jann)