Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht
Pfarrer Herbert Kohler freute sich über eine vollbesetzte Hl. Geist Kirche am Pfingstsonntag. Der Kirchenchor füllte die Empore und brachte zusammen mit einem Bläserensemble die Missa Brevis in G von C. Tambling zur Aufführung.
Im ganzen Kirchenschiff verteilt saßen ehemalige Ministrantinnen und Ministranten, die eigens zu dieser Feier eingeladen waren. Die ältesten unter ihnen dienten schon nach dem Krieg dem damaligen Stadtpfarrer Reiter, viele weitere Minis waren in den Zeiten der Pfarrer Urbanek und Liepert aktiv. Auch die beiden ersten Ministrantinnen Miriam Steinwender und Regina Baumeister saßen unter ihren Mitstreitern. Ein besonderes Highlight war, dass zwei „Oldies“, Hans Omasreiter und Georg Moggl, den Weihrauchdienst übernahmen – auf kurzfristige Einladung vor Beginn des Gottesdienstes.
Die Lausbuben Gottes als Mitarbeiter
Pfarrer Kohler bezeichnete in seiner Ansprache den Hl. Geist als einen, der zwar alles allein am besten machen könnte, dies aber bewusst nicht wolle. Stattdessen habe er sich dafür entschieden, mit uns Menschen das Antlitz der Welt zu gestalten. Der Hl. Geist suche ständig und überall nach Mitarbeitenden, wir alle seien seine Adressaten. Auch die Ministranten würden ihren Beitrag leisten genauso wie der Chor und viele andere, und eigentlich jeder, der das Gute tut.
In der Folge führte Pfarrer Kohler einige kurze Gespräche mit ehemaligen Ministranten. Von Armin Egner wünschte er sich die lateinischen Stufengebete, die damals die Minis auswendig sprechen mussten. Doch der langjährige Realschullehrer verweigerte diese Prüfung mit dem Hinweis, dass der heutige Stadtpfarrer gar nicht korrigieren könnte, wenn er einen Fehler mache. Hans Omasreiter berichtete von einem Streich, mit dem eine gestrenge Kirchenhelferin erschreckt wurde, die die Lausbuben sofort bei Pfarrer Reiter anzeigte. Doch der belohnte die Strolche mit Äpfeln und Birnen aus seinem Garten. Überraschend wenig Erinnerungen gab es aus der Zeit der Liturgiereform, in der die alte lateinische Messfeier abgelöst wurde. Die Einführung der Mädchen als Ministrantinnen im Jahr 1993 ging ebenfalls sehr unkompliziert von statten.
50 Jahre Kommunionhelferdienst
Vor genau 50 Jahren begann in der Gemeinde Hl. Geist der Dienst der Kommunionhelfer. Pfarrer Kohler rief zwei der Ersten zu sich, Erika Habermeyer und Josef Winter, der sogar seine Ernennungsurkunde dabei hatte. Beide erhielten dankbaren Applaus, zumal der Anfang ihres Dienstes nicht ganz einfach war.
Pfarrfestle vor der Kirche mit Musik
Der festliche Gottesdienst mündete in ein gemütliches und fröhliches „Pfarrfestle“, mit Leberkäs- und Käsesemmeln, Getränken und Frei-Eis für alle. Es gab viel Zeit zum Plaudern und Schwelgen in den alten Zeiten. Dabei spielten einige Bläser für die Anwesenden auf. Eine abschließende Überraschung bereiteten die ehemaligen Ministranten, die plötzlich in den liturgischen Gewändern um die Ecke kamen und einen großen Einzug zelebrierten.
(Bilder: Christine Jann)