Mit Franziskus unterwegs zu Antonius
Gut 30 Pilgerinnen und Pilger trafen sich am Sonntag, 28. Juni um 6.30 Uhr an der Grotte in Bittenbrunn. Bei angenehmen Morgentemperaturen machten sie sich auf den Weg nach Stepperg, um das alte Gelübde der Gemeinde zu erfüllen.
Regina Dorwarth hatte einige schöne Impulse vorbereitet, die sie mit Texten des Hl. Franziskus anlässlich seines 800. Todestages verband. Auch der Hl. Antonius sei ja dreimal Franziskus begegnet und habe sich seiner Gemeinschaft angeschlossen. Franziskus war beeindruckt von der Redekunst und Gelehrtheit des Antonius und übertrug ihm die Ausbildung der jungen Brüder.
Als der Antoniberg in Sichtweite kam, stiegen die Temperaturen schon deutlich an. So waren alle froh, bald am Ziel zu sein.
Pfarrer Herbert Kohler verknüpfte im Gottesdienst die Wallfahrt mit dem Tagesevangelium: Was Jesus von seinen engsten Jüngern fordere, nämlich die Familie nicht mehr zu lieben als ihn, hätten sowohl Franziskus als auch Antonius getan. Er erinnerte daran, dass Franz von Assisi seine schönen Kleider vor seinem Vater ausgezogen und ihm zu Füßen gelegt hätte, um deutlich zu machen, dass er jetzt Jesus gehöre. Auch Jesus selber hätte ja mit etwa 30 Jahren seine Familie verlassen. Der Herr wolle sicher keinen Keil in die Familien treiben, doch manchmal sei eine Entscheidung notwendig.
Bei kühlen Getränken und belegten Spitzln klang ein sehr schöner und gelungener Morgen aus.
(Bilder: Michaela Zeller)