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Festgottesdienst mit den Sternsingern

06.01.2026

(Wolfgang Böhm) "Wie war's denn gestern bei dem Dauerregen?", fragten wir. Die Mama von Jonas konnte Wasser aus seinen Stiefel kippen. Das war vor einem Jahr. In den ersten Januartagen 2026 war es extra trocken aber dafür viel kälter. Und sie haben wieder durchgehalten die Sternsinger unserer PfarreienGemeinschaft.

Die "Peterer" waren vier Tage unterwegs. Den festlichen Abschluss feierten sie mit Pfarrer Dominic Leutgäb, Gemeindereferentin Anne Strahl und den vielen sichtbaren und unsichtbaren Helferinnen und Helfern.

Die Sternsinger hatten es in der Vorbereitung gelernt, wie lange es die Aktion schon gibt und wie viele Millionen Euro seit 1959 gesammelt wurden. Allein in 2025 erlösten die Sternsinger in Deutschland über 48 Millionen Euro. "Damit kann man schon was anfangen", fasste Pfarrer Leutgäb das phantastische Ergebnis zusammen.

Die Aktion 2026 ist den Kindern in Bangladesch gewidmet. Trotz Fortschritten im Kampf gegen Kinderarbeit müssen in dem südasiatischen Land 1,8 Millionen Kinder arbeiten, mehr als die Hälfte unter gesundheitsschädlichen Bedingungen. Ihnen ist schulische Bildung verwehrt. Darum heißt das Motto "Schule statt Fabrik". Die Kinder sollen mit besserer Ausbildung die Grundlage für eine bessere Zukunft legen.

Mit "Sternsingen statt Schulferien" waren die letzten vier Tage für die Sternsinger überschrieben. Fast 50 Kinder und Jugendliche waren in mehreren Gruppen unterwegs um alle Häuser der Pfarrei zu erreichen. Da waren nicht nur Ministranten dabei, sondern auch viele Kinder, die die Gemeinschaft der Minis und das Erlebnis schätzen. "Der jüngste Sternsinger ist noch im Kindergarten und die ältesten 17 Jahr jung," weiß Oberministrantin Hanna.

Gemeinderatsvorsitzender Andreas Dachs berichtet am Ende des Gottesdienstes von einem "Luxusproblem": "Wir haben so viele Sternsinger, dass wir neue Gwänder brauchten." Die nähten Tilly Weigl und Steffi Schnell in einem zeitlich knappen Projekt. Sogar nach dem 2. Sternsinger-Tag lieferten sie noch neue Umhänge. Andreas überreichte ihnen einen Geschenkkorb und dankte der Kirchenverwaltung und dem Kath. Frauenbund für die Finanzierung der Materialien.

Es war ein festlicher und heiterer Gottesdiensst mit spontanem Applaus und frohen Gesichtern, den wir feiern durften. Das zeigen auch unsere Bilder. Und außerdem war es in der St. Peter Kirche mit 2 °Celsius viel wärmer als draußen.

Und eine höchst vorsorgliche abschließende Bememerkung zum Schluss schreiben wir noch hin: Sternsinger sind auch Sternsingerinnen und Ministrantinnen sind auch Ministranten. Wir sparen uns die sperrigen Ausdrücke.

(Bilder: Wolfgang Böhm)