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Dem Leben das Wort geben

03.11.2026

(Christine Jann) Am Sonntag waren Hunderte auf dem Alten Friedhof unterwegs, um die Gräber von Verwandten oder Bekannten zu besuchen.
Am Nachmittag sammelten sich eine große Menge im hinteren Teil des Friedhofs, wo Stadtpfarrer Herbert Kohler zum gemeinsamen Totengedenken einlud. Die Neuburger Stadtkapelle unter der Leitung von Haninger begleitete die Feier musikalisch.

In der Lesung aus dem Buch der Weisheit fand Pfarrer Kohler die Grundaussage seiner folgenden Ansprache zusammengefasst: „Denn Gott hat den Tod nicht gemacht und hat keine Freude am Untergang der Lebenden. Zum Dasein hat er alles geschaffen und heilbringend sind die Geschöpfe der Welt.“
Wenn Menschen die Gräber ihrer Lieben mit Blumen und Gewächsen schmücken, sei das Wachsen der Pflanzen das Zeichen dafür, dass das Leben weitergeht. Damit würde dem Leben das Wort gegeben und nicht dem Tod, und die Gräber würden zu Orten der Hoffnung und der Zukunft.
Damit komme die christliche Überzeugung zum Ausdruck, dass Gott ein Gott des Lebens ist und das Leben mit dem Tod eben nicht zu Ende ist.
In Irland habe er auf einer Beerdigung einen schönen Ausdruck dazu gehört: „She made the stones blooming“ - sie habe die Steine zum Blühen, zum Leben gebracht.

Am Ende dankte der Stadtpfarrer allen, die sich derart um die Pflege der Gräber kümmern, insbesondere auch Hr. Rimberger vom Friedhofspersonal.

(Bilder: Christine Jann)