Gottesdienst mit Neu-Diakon Manuel Reichart

Gottesdienst mit Neu-Diakon Manuel Reichart
Zu Beginn verehren Pfarrer Kohler und Diakon Manuel Reichart den Altar. Der Altar selbst ist ein Symbol Christi.
02.05.2021 17:45 Uhr

(Herbert Kohler) Nach seiner Diakonenweihe am Samstag feierte Manuel Reichart den Sonntagsgottesdienst in seiner Heimatgemeine St. Peter mit. An der Seite von Stadtpfarrer Herbert Kohler übte er zum ersten Mal seinen Dienst genau in der Kirche aus, in der er vor vielen Jahren als Ministrant seinen Weg begonnen hat.

Freunde und Weggefährten aus der Stadtkapelle Neuburg übernahmen die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes: Es spielte das „Saxtett“ der Stadtkapelle unter der Leitung von Fabian Mnich, dessen Frau Julia Mnich auch einige Gesänge beisteuerte.

Zu Beginn des Gottesdienstes begrüßten Pfarrer Herbert Kohler und der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Andreas Dachs den neu geweihten Diakon und gratulierten ihm.

Manuel Reichart übernahm nach dem Evangelium auch gleich den Predigtdienst. Er selbst meinte, vor der Heimatgemeinde die erste Predigt zu halten, sei „wie in eine Löwengrube fallen“ – man könne es kaum richtigmachen und auch die eigenen Ansprüche kaum erfüllen.

Doch der junge Diakon löste die Aufgabe sehr gekonnt, indem er drei zentrale Worte seiner gestrigen Weihe in den Mittelpunkt stellte:

1. „Hier bin ich“ – Diese Antwort auf das persönliche Angerufenwerden am Beginn der Weihe enthalte den ganzen bisherigen Weg, den er gegangen sei und der von vielen – auch hier in Neuburg – mitgeprägt und begleitet worden sei. Dafür sei er sehr dankbar!

2. „Mit Gottes Hilfe bin ich bereit“ – so lautete die Antwort auf die Frage, ob er sein ganzes Leben nach dem Bild und Beispiel Christi gestalten wolle – ein hoher und hehrer Anspruch, wie der junge Diakon es selber bezeichnete. Dies gehe nicht aus eigener Kraft, sondern nur mit Gottes Hilfe.

3. „Ich verspreche es“ – Mit diesen Worten bestätigte der Weihekandidat, dass er seinem Bischof und dessen Nachfolgern Ehrfurcht und Gehorsam entgegenbringen werde.

Das seien sehr gewichtige Sätze, betonte Manuel Reichart, aber obwohl er damit die Entscheidung getroffen habe, der Kirche zu dienen, bleibe er doch derselbe Mensch wie vorher – mit Stärken und Schwächen, mit Ecken und Kanten. Er brauche auch weiter Menschen, die zu ihm stehen, ihn auch einmal korrigieren, aber ihm vielleicht auch eine Schulter zum Anlehnen geben.

Am Ende des festlichen Gottesdienstes überreichte Andreas Dachs als Vorsitzender des Pfarrgemeinderates einen Geschenkkorb mit dem Angebot, dass Manuel immer auch an „seiner Heimatgemeinde knabbern“ darf.

Pfarrer Kohler gab dem neuen Diakon ein Set für Haus- und Krankenbesuche mit auf den Weg. Das sei gerade in diesen Zeiten besonders wertvoll.

Die Bilder in der Galerie Messe mit dem Neu-Diakon sind von Christine Jann und Michaela Hertl

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