Patrozinium der Kahlhofkapelle

12.09.2021 21:50 Uhr

(Christine Jann) Am 12. September, dem Fest Mariä Namen, feiert die Kahlhofkapelle ihr Patrozinium. Früher fast ein Volksfest hat das Kahlhoffest bist heute eine große Anziehungskraft: Bei herrlichem Wetter waren am Sonntag an die 300 Gläubige zum Gottesdienst gekommen – mit dem Auto, Fahrrad oder gar zu Fuß gepilgert. Wie schon in den letzten Jahren, sorgte die Rohrenfelser Blasmusik für die sehr schöne musikalische Gestaltung.

In seiner Begrüßung gratulierte Pfarrer Herbert Kohler allen, die auf den Namen Maria getauft sind, zum Namenstag und wies auf die Bedeutung dieses Tages in früheren Zeiten hin: er markierte nicht nur das Ende des Sommers, sondern galt als Termin, ab dem sich jeder von den Äckern holen konnte, was nach der Ernte liegen geblieben war.

Schon hier zeigte sich, wie sehr der Name Mariens für Hilfe und Unterstützung stehe.

In seiner Predigt nahm Pfarrer Kohler das Stichwort „einen guten Namen haben“ auf. Er meinte damit nicht, dass jemand besonders bekannt oder beliebt ist, sondern für ihn kennzeichnet der Ausdruck Menschen, zu denen man immer kommen könne und von denen viel Gutes ausgehe – in welcher Form auch immer.

Die vielen Votivtafeln in der Kahlhofkappelle zeugen davon, welch guten Namen Maria in diesem Sinn hat. 

Es berühre ihn immer sehr, wenn er von Beispielen höre, wo Menschen im Vertrauen auf Maria Hilfe erfahren hätten. Als ein Beispiel erzählte der erfahrene Priester von einem Elternpaar, das die Tochter auf den Namen Maria taufen ließ, weil es überzeugt war, dass die Gebete zu Maria den lang gehegten Kinderwunsch zur Erfüllung brachten.

Wir sollten uns ruhig auch selbst immer wieder Maria anvertrauen, ermunterte und ermutigte Pfarrer Kohler die Gläubigen.

Gleichzeitig seien aber auch wir selbst von Gott aufgerufen und berufen, uns in diesem Sinne einen guten Namen zu machen, für einen guten Namen zu sorgen, egal, wo wir stehen – am Arbeitsplatz, in der Familie oder wo auch immer.

Bilder: Christine Jann