Heilige Messe zur Woche für das Leben

18.04.2021 18:07 Uhr

(Christine Jann) Die „Woche für das Leben“, die im Jahr 2021 unter dem Motto „Leben im Sterben“ steht, ist eine bundesweite Initiative der katholischen und evangelischen Kirche. Die Aktion konnte in den vergangenen Jahren wegen der Erstkommunionen kaum einmal aufgegriffen werden, bedauerte Pfarrer Herbert Kohler.

Dieses Jahr prägte das Thema der Hospiz- und Palliativversorgung die Gottesdienste am Samstag in Hl. Geist und am Sonntag in St. Peter. In einem Predigtgespräch zwischen Pfarrer Herbert Kohler und Dr. Michael Ried ging es um die Ursprünge, die Praxis und die Ziele von Hospizbewegung und Palliativmedizin.

Das Hospiz möchte entsprechend seiner lat. Wortbedeutung eine „Herberge“ sein auf dem letzten Lebensweg, die Palliativmedizin (abgeleitet vom lat. palladium = Mantel) wie ein „Mantel“, der einem auf diesem Weg fürsorglich umgelegt wird, erläuterte der Palliativmediziner Dr. Ried. Dabei sei es immer das Ziel, „nicht dem Leben mehr Tage, sondern den Tagen mehr Leben zu geben“. Dafür benötigten nur die wenigstens Menschen am Ende ihres Lebens wirklich ärztliche Spezialisten. Viel wichtiger sei ein menschliches Umfeld, das den Tod als zum Leben gehörend akzeptiert und Sterben und Tod als ganz „normal“ ansieht. Mit dieser Einstellung gelänge es jedem, ein guter Begleiter am letzten Wegabschnitt zu sein, war der Appell des erfahrenen Arztes. Er wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es dafür mittlerweile auch „Letzte Hilfe“ – Kurse gebe.

Pfarrer Kohler ergänzte, dass er aus vielen Gesprächen mit Angehörigen immer wieder höre, wie wertvoll und trostreich sie diese Begleitung empfunden hätten und dafür sehr dankbar seien.

Im Anschluss an den Gottesdienst in St. Peter fand auf dem Karlsplatz eine Gedenkfeier für die Opfer der Corona-Pandemie statt. Nach kurzen Ansprachen von Oberbürgermeister Dr. Bernhard Gmehling und Landrat Peter von der Grün formulierten Stadtpfarrer Herbert Kohler und Pfarrer Steffen Schiller von der Christuskirche gemeinsam Gebete und Fürbitten. Mit einer Schweigeminute und dem eindrucksvollen Glockengeläut der Hofkirche endete die Feierlichkeit.

(Bilder: Wolfgang Böhm)